Maskierter, muskulöser und geiler Kerl

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Kennst du diesen Fantasie vom anonymen Kerl? Den du in einer Umkleidekabine triffst, in einem Darkroom, auf der Straße — du siehst nur seinen Körper, seine Hände, die Form seines Schwanzes unter dem Stoff. Du kennst seinen Namen nicht. Du wirst nie sein Gesicht sehen. Und genau das macht dich verrückt. Genau das bietet diese Serie vom Fotografen Matteo S. Barcella mit einem Model, das nur unter dem Initial M. bekannt ist — Gesicht immer versteckt, Körper immer entblößt, und ein monumentaler Schwanz, der in jedem Bild die Show stiehlt.

Reden wir über den Körper, denn das ist alles, was wir haben — und das ist mehr als genug. M. hat die Figur eines Turners oder Boxers: trocken, definiert, ohne ein Gramm Fett. Die Schultern sind rund und gestreift, die Arme voller Adern, die Brustmuskeln breit und flach, die gemeißelten Bauchmuskeln wie eine Schokoladentafel, wie man sie nur in Calvin Klein Werbungen sieht — außer dass er keine Boxershorts trägt. Der Oberkörper ist glatt, die Haut geschmeidig und leicht gebräunt, die Unterarme mit einem braunen Flaum bedeckt, der genau das richtige Maß an roher Männlichkeit zu einem ansonsten fast skulpturalen Körperbau hinzufügt. Und die Beine — trockene und definierte Oberschenkel, gespannte Waden, diese Haarlinie, die über die Schienbeine läuft. Ein Körper von einem Mann, der sich bewegt, der schlägt, der fickt — nicht von einem, der nur posiert.

Und dann gibt es die Sache, über die gesprochen werden muss. Denn es wäre unehrlich, so zu tun, als würden wir sie nicht sehen. M. ist sehr, sehr gut bestückt. Die Art von großem Schwanz, die die Perspektive eines Fotos buchstäblich verändert. In den Studioaufnahmen vor grauem Hintergrund erscheint er stehend, schwarze und rote New York Cap fest auf dem Kopf, Totenkopf-Bandana vor dem Gesicht, und der Schwanz steht stramm, dick, lang, mit einer Hand wie eine Trophäe gehalten. Die Froschperspektive ist schwindelerregend: der Penis im Vordergrund, der muskulöse und unscharfe Oberkörper dahinter, die Totenkopfmaske, die dich von oben anstarrt. Das ist die Art von Bild, bei dem du deinen Speichel schluckst. In einem anderen, intimeren Foto sieht man ihn mit unscharfem Oberkörper im Hintergrund, seine beiden Hände halten sein Handy und seinen Schwanz nebeneinander — das ultimative Dick Pic, außer dass diesmal ein professioneller Fotograf es einfängt und das Ergebnis ist atemberaubend.

Aber das Aufregendste an dieser Serie ist das Maskenspiel. Denn Anonymität verändert alles. Du kannst dich nicht an einen Blick, ein Lächeln, einen Gesichtsausdruck klammern. Du bist gezwungen, nur den Körper zu sehen — die Linien, die Schatten, die Spannung der Muskeln, die Kurve des Schwanzes. Und paradoxerweise macht das alles zehnmal erotischer. Das ist das Prinzip der Glory Hole, des Cruising, des Kerls im Dunkeln, von dem du nur die Wärme und die Hände spürst. M. könnte jeder sein — dein Nachbar, dein Kollege, der Typ, der morgens in deinem Park joggt. Hinter dem Totenkopf-Bandana und der Cap verbirgt sich ein Unbekannter mit einem perfekten Körper und einem Schwanz, der die Köpfe verdrehen lässt. Und genau deshalb funktioniert es.

Die Serie wechselt zwischen gut beleuchteten Studioaufnahmen und intimeren Bildern — eine weiße Jack & Jones Boxershort, die jeden Zentimeter unter dem Stoff erahnen lässt, ein khakifarbenes T-Shirt, das über die Bauchmuskeln hochgezogen ist, eine grüne Cap, die die Augen verdeckt, während er seine weiße Jeans runterzieht. Jedes Bild ist ein unterbrochener Striptease, ein halb gehaltenes Versprechen. Du willst immer mehr, und du wirst nie das Gesicht bekommen. Es ist frustrierend, es macht süchtig, es ist perfekt kalkuliert.

Fotos: Matteo S. Barcella

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Tätowierter Bad Boy mit unverhältnismäßig großem Penis