Es gibt Typen, die brauchen nur einen Stuhl und einen neutralen Hintergrund, um dich zu fesseln. Jake Jordan ist einer davon. Muskulös, schnurrbärtig, tätowiert, mit diesem kantigen Kiefer und diesem glühenden, leicht frechen Blick — die Art von Kerl, dem man in einer Bar in Chueca oder dem Marais begegnet und den man so schnell nicht vergisst. Diese Studioserie ist von unschlagbarer Wirkung: kein Dekor, kein Schnickschnack, nur ein schöner nackter Kerl, der den Raum erobert.
Und was für ein Raum. Rittlings auf einem Designstuhl sitzend, die Schenkel gespreizt, in khakifarbener THE PACK Unterwäsche, behauptet Jake seine Präsenz mit verrückter Leichtigkeit. Die muskulösen Brustmuskeln ragen unter dem warmen Licht hervor, die Adern zeichnen Pfade auf seine Unterarme, und dieser Schnurrbart — seien wir ehrlich — fügt eine herrlich männliche Retro-Note hinzu, die an die Ikonen der Schwulenkultur der 70er Jahre erinnert. Du weißt schon, die Tom of Finland-Ära, aber aus Fleisch und Blut, im Jahr 2025.
Stehend, die Arme im Doppel-Bizeps erhoben, völlig nackt, steht Jake zu jedem Zentimeter seines Körpers. Und das zu Recht: die Bauchmuskeln sind gemeißelt, die Taille ist schmal, die breiten Schultern schaffen diese V-Silhouette, die Köpfe verdrehen lässt. Sein Tribal-Tattoo auf der linken Schulter und das Wort „mine“ auf seinem Oberschenkel fügen eine persönliche Note hinzu, fast eine Warnung. Dieser tätowierte Kerl weiß genau, was er ausstrahlt und spielt damit mit offensichtlichem Vergnügen.
Was diese Serie besonders gelungen macht, ist die Beleuchtung. Die warmen, kupferfarbenen Töne umhüllen diesen geformten Körper wie eine zweite Haut und betonen jede muskuläre Wölbung. Auf einem der Bilder, den Kopf nach hinten geneigt, den Hals gestreckt, die Silberkette, die das Licht einfängt — wir befinden uns in einem Moment purer Hingabe. Es ist genau diese Spannung zwischen Beherrschung und Loslassen, die die schwule erotische Fotografie so faszinierend macht, wenn sie gut ausgeführt wird.
Jake Jordan verkörpert diese neue Generation von Models, die die homoerotische Ästhetik ohne Komplexe voll und ganz annehmen. Weder zu glatt noch zu roh: einfach ein männlicher Mann, der seinen Körper stolz den Blicken darbietet. Der kleine Ohrring, die dezente Kette, die ungezähmten schwarzen Locken — jedes Detail komponiert eine Figur, die man gerne wiedersehen möchte. Sehr gerne.
Finde Jake Jordan auf X.
Fotos: Benjamin Veronis













