Kleine Erinnerung für alle, die es verpasst haben: wir waren schon mal Italo Fassin vor ein paar Monaten hier begegnet, in einer anderen Serie. Für die Neuen: holt schnell nach. Italo ist Bodybuilder, Latino, und besitzt die Art von Körper, die dich plötzlich bereuen lässt, dich morgens mit einem Kaffee-Croissant begnügt zu haben. Aber heute sind wir nicht hier, um über Bizeps oder Mahlzeit Nr. 4 zu sprechen. Wir sind hier, um über seinen Arsch zu sprechen.
Denn das ist es, das wahre Thema des neuen Shoots von Jeferson Medrado. Du klickst auf den Link und denkst, du stößt auf ein weiteres Bodybuilder-Shooting, und findest dich vor einem Rücken wieder, der in perfektem V zu zwei goldenen, runden und prallen Arschbacken hinabführt, platziert auf einem persischen Teppich inmitten eines leeren Raumes. Das Licht fällt durch das Fenster, leckt die Konturen, und du stellst schweigend dein Glas ab.
Was diese Fotos geil macht, ist die Einfachheit. Kein überdachtes Dekor, keine akrobatische Pose. Italo steht einfach da, Hände in die Hüften gestemmt wie ein Kerl, der seine Stadt von seinem Wohnzimmer aus betrachtet. Nur dass er völlig nackt ist. Du siehst jeden Schatten, jede Vertiefung zwischen den Pobacken, jede Linie am unteren Rücken, die auf das zeigt, was zählt. Die gebräunte, seidige Haut fängt das Licht ein wie echte brasilianische Bronze.
Und dann ist da das Foto, wo er die Arme zur Wand hin ausstreckt, im Profil gedreht. Da ist es, unter uns gesagt, regelrecht religiös. Du hast das Gefühl, einer lateinischen Kreuzigung beizuwohnen, nur dass der Kerl einen entspannten Schwanz hat, der stolz zwischen den Schenkeln baumelt und einen Arsch, der die Luft nach hinten drückt. Nicht gerade was für Chorknaben, aber perfekt für uns.
Die Kunst, einen Arsch wie eine Ikone zu rahmen
Jeferson Medrado weiß, was er tut. Er platziert Italo in der Ferne, in fast leeren Räumen, und lässt ihn den Raum allein einnehmen. Es ist das komplette Gegenteil des intimen 50-cm-Shoots: wir sind im Meistergemälde, im pornographischen Gemälde im klassischen Sinne. Der Kerl wird wie eine lebende Skulptur ausgestellt, nur dass diese Skulptur Hautstruktur hat, Haare an den Unterarmen, und einen Schwanz, der im Profil hervorsteht.
Was mir auch gefällt: Italo lächelt nicht. Er schaut aus dem Fenster, er schaut an die Wand, oder er schaut nirgendwohin. Du hast nicht das Gefühl, dass er für dich posiert. Du hast das Gefühl, dass du ihn unbemerkt beobachtest, und genau das versetzt mich in diesen besonderen Zustand, den wir alle kennen.

























